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Legende:
IEL Institut für Energetik und Umwelt gGmbH
WI Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH
E.ON Ruhrgas AG
alta4 alta4 Geoinformatik AG
RUB Ruhr-Universität Bochum
HS MD Hochschule Magdeburg,
FB Wasser- und Kreislaufwirtschaft
Die Inhalte des ersten Arbeitspakets sind die Auswahl der Modellregionen, die Analyse sozio-ökonomischer Parameter,
die Aggregation von Biomasse und die Auswahl von Parametern zur Beurteilung des Beitrags zum Klimaschutz.
Die Auswahl der Modellregionen ist ein sehr wichtiger Punkt, da die Datenakquise erst beginnen kann, nachdem die
Regionen festliegen. Sie erfolgt unter den Aspekten: Vorhandensein geeigneter Gasinfrastrukturen und
agrarökonomischer Unterschiede zwischen den in Frage kommenden Regionen, wie z. B. Anteil des Ackerbaus, der
Veredlungswirtschaft der landwirtschaftlichen Strukturen und der Nutzungskonkurrenzen.
Der zweite Punkt ist die Analyse sozio-ökonomischer Parameter in den Regionen. Hier werden Unterschiede in
der Regionalentwicklung, die durch eine verstärkte Biomassenutzung eingetreten sind bzw. eintreten können,
vertiefend betrachtet. Die energetische Nutzung von Biomasse wird in ihren volkswirtschaftlichen Zusammenhang gebracht
und regionale Wertschöpfungsketten werden abgebildet. Diese Arbeiten sind ein wichtiger Punkt für die
Übertragbarkeit und Bewertung der Ergebnisse der Studie.
Der dritte Teil des Arbeitspakets ist die Aggregation von Biomasse. Darunter wird die Allokation, also die
Zuordnung von Biomasse zu Anlagenstandorten verstanden. Dieses Problem wird von zwei Seiten gelöst: Die eine Seite
sind die Standorte. Diese werden über logistische, planungstechnische (z. B. Flächenutzungsplan) und
gesetzliche Anforderungen (z. B. Wasserschutzgebiete) sowie über die Möglichkeiten der Einspeisung definierter
Mengen in das Erdgasnetz bestimmt. Die zweite Seite sind die Biomassepotenziale, die durch Nutzungskonkurrenzen
und damit die Substratpreise sowie durch deren Lage beschrieben werden. Neben der Beschaffung der benötigten
georeferenzierten Datenbasis ist die Entwicklung geeigneter Kriterien zur optimalen Verknüpfung von Standort und
Biomassepotenzial wesentlicher Bestandteil dieses Arbeitspunktes.
Der vierte Teil des Arbeitspakets ist die Bestimmung von Parametern zur Beurteilung des Beitrags zum Klimaschutz.
Hierzu müssen die heutigen Lösungen und die technisch möglichen Lösungen zur Energieversorgung
verglichen werden. Zu diesem Zweck werden die gesamte Prozesskette von Anbau über Ernte und energetische Nutzung
abgebildet und die Stoff- und Energieströme sowie weitere klimarelevante Daten wie z. B. der Treibhauseffekt, das
Versaurungspotenzial und das Eutrophierungspotenzial usw. bilanziert.
Im Arbeitspaket 2 werden die Möglichkeiten einer Dynamisierung der (fermentativen) Biogasproduktion sowie die
Grundlagen der thermochemischen Biomethanerzeugung (Biomassevergasung) erforscht. Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist
die Entwicklung von standardisierten Technologiepfaden für die Gaserzeugung und Aufbereitung zu
einspeisefähigem Biomethan und die Ermittlung von entsprechenden Kostenstrukturen, z. B. Gaserzeugungskosten in
ct/kWh.
Dynamisierung der (fermentativen) Biogasproduktion
Die Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz wird von der Aufnahmekapazität des Netzes bestimmt, die wiederum vom
Gasverbrauch im Erdgasnetz abhängig ist. Die Gasabnahme unterliegt tageszeitlichen sowie jahreszeitlichen
Schwankungen und kann prinzipiell durch Speicherung aufgefangen werden. Allerdings ist die Speicherung von Erdgas teuer.
Daher ist es zunächst von Vorteil, die Biogaserzeugung im Hinblick auf eine variierende Belastung zu dynamisieren,
sodass das Biogas auch zum Zeitpunkt der niedrigsten Abnahme (Sommernacht) vollständig in das Erdgasnetz
eingespeist werden kann. Im Projekt werden die Möglichkeiten eines Disparitätsmanagements (Ausgleich zwischen
Angebot und Nachfrage) eingehend untersucht.
1. Einführung innovativer Steuerungskonzepte für bestehende Anlagen
Weiterentwicklung einer verlässlichen Methodik zur Analyse, Steuerung und Optimierung der dynamischen
Prozessführung durch einen Prozessbeobachter, der auf modernen Steuerungskonzepten wie Fuzzy-Techniken oder
neuronalen Netzen basiert
Weiterentwicklung der Technologie zur Fernüberwachung und -steuerung von dynamisch betriebenen
Biogasanlagen
2. Entwicklung optimierter Anlagen auf Basis erweiterter Prozesskenntnisse
Hierfür werden zunächst in Laborumgebung die Grenzen von Belastungsvariationen bei Biogasanlagen hinsichtlich
Prozessstabilität, Biogasqualität und Sicherheit des Verfahrens geprüft.
Ermittlung des Kurzzeitansprechverhaltens (Tagesgänge)
durch das Initiieren von Lasterhöhungen innerhalb kurzer Zeitintervalle,
Ermittlung des Langzeitansprechverhaltens (Sommer-/Winterlast)
durch Untersuchung des Anfahrverhaltens einer Biogasanlage nach mehrwöchiger Stillstandszeit. Hierbei werden auch
Erkenntnisse darüber gewonnen, bei welcher minimalen Grundlast Biogasanlagen betrieben werden müssen, um ein
sicheres und schnelles Hochfahren auf Maximallast zu ermöglichen.
3. Beeinflussung des biologischen Prozesses der Biogasbildung (Steigerung und Hemmung) durch
Substrataufbereitung
zur Dynamisierung durch kurze Ansprechzeiten (Tagesgänge)
Untersuchung des Einflusses verschiedener Vorbehandlungsmethoden (mechanische Zerkleinerung und Quetschung, Zerfaserung,
thermischer Aufschluss) auf die verwendeten Substrate durch gezielte Zugabe zu definierten kontinuierlichen
Gasbildungsversuchen
zur Dynamisierung durch längere Ansprechzeiten (Jahresgänge)
Untersuchung der thermo- sowie mesophilen Prozessführung in kontinuierlichen Gasbildungsversuchen durch gezielte
Temperaturschwankungen, die auf die Aktivität der Mikroorganismen Einfluss nehmen
Grundlagen thermochemischer Vergasung
Das aus der thermochemischen Vergasung von holzartiger Biomasse gewonnene Rohbiogas weist aus thermodynamischen
Gründen nur einen geringen Methangehalt auf, wodurch es nicht ohne weiteres ins Erdgasnetz eingespeist werden kann.
Gleichwohl birgt dieses Verfahren ein hohes Potenzial für die Biogaserzeugung in sich, deshalb werden folgende in
der Praxis bereits bestehende Vergasungsverfahren auf ihre Schwächen und Stärken untersucht:
allotherme Wasserdampfvergasung in der Wirbelschicht (FICFBG, Güssing bzw. FERCO-Battele, Vermont)
autotherme sauerstoffgeblasene Wirbelschichtvergasung (PCFBG, Värnamo)
Zudem werden Wege erforscht, wie durch Rohgasaufbereitung und Methanisierung eine erdgasähnliche Qualität
effizient herzustellen ist. Die Schritte hierzu sind:
Entfernung typischer Verunreinigungen wie Staub/Asche, Teer, NH3, H2S und CO2,
katalytische Methanisierung, die ggf. mit einer katalytischen CO-Konvertierung (Shift) kombiniert werden
muss.
Kostenermittlung
Für die Praxistauglichkeit der Biogaseinspeisung ist es von entscheidender Bedeutung, mit welchen Kosten die
Erzeugung und Aufbereitung von Biogas sowie seine Einspeisung ins Erdgasnetz einhergehen. Für die Berechnung der
Kosten in ct/KWh werden sowohl für die Biomassevergärung als auch -vergasung in Abhängigkeit zu den
benötigten Anlagegrößen standardisierte Verfahrensketten aus der Praxis abgeleitet, die nachstehende
Punkte beinhalten: Substratlagerung – Fermenter – Nachgärbecken – Gärrestverwertung – Gasaufbereitung des
Rohbiogases zu Biomethan mit Erdgasqualität – Gaseinspeisestation.
Die Erzeugungs- und Gasaufbereitungskosten für diese standardisierten Verfahrensketten werden bei geeigneten
Unternehmen abgefragt und in Anlehnung an VDI 2067 kalkuliert. Die akkumulierten Daten fließen später
ins GIS ein.
Im Rahmen der Gasnetzanalyse werden bestehende Einspeiserestriktionen für das Gasnetz ermittelt sowie Informationen
über das Gasnetz in den Modellregionen gesammelt.
Bei der Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz sind neben juristischen (AP5) und ökonomischen Rahmenbedingungen
insbesondere das DVGW- Regelwerk zu berücksichtigen.
Unzulässige Gaszusammensetzungen können sich durch starken Vermaschungsgrad des Leitungsnetzes bei mehreren
Einspeisepunkten ergeben. Daher sind für die Ermittlung eines geeigneten Gasnetzzugangs für die Einspeisung
von Biogas in das Erdgasnetz detaillierte Kenntnisse des Netzes notwendig.
Disparitäten zwischen Gaserzeugung und Gasabnahme können zum einen durch eine bedarfsgesteuerte
Biogasproduktion, zum anderen durch eine dezentrale Speicherung von aufbereitetem Biogas kompensiert werden. Obwohl
die Speicherung stark kostenintensiv ist und auf Biogasanlagen angepasste Gasspeicher mit geeignetem Arbeitsgasvolumen
bisher technisch kaum realisiert werden, sollten im Hinblick auf zukünftige Verwendungen von Biogas und ihr
Entwicklungspotenzial Überlegungen angestellt werden, wie die kostengünstige Ausführung kleiner
dezentraler Gasspeicher verwirklicht werden kann.
Daher wird in diesem Arbeitspaket unter Vorgabe verschiedener Szenarien der Biogaseinspeisung geklärt, durch welche
der beiden Strategien (Speicherung – bedarfsgesteuerte Gaserzeugung) eine optimale Bezugsstruktur hergestellt werden
kann.
Im Rahmen des AP5 erfolgt eine Auseinandersetzung mit der aktuellen Rechtslage auf europäischer, nationaler und
kommunaler Ebene. Ausgehend von einer Sichtung der relevanten Gesetze, technischen Regelwerke, Rechtssprechungen und
einer Analyse der rechtswissenschaftlichen Diskussion werden in einem ersten Schritt offene Rechtsfragen identifiziert.
Ein wesentliches Element ist hierbei die Durchführung eines Workshops, bei dem Experten aus den Bereichen
Biogaserzeugung, (Erdgas-)Netzbetrieb, öffentlicher Verwaltung und Rechtswissenschaft bisherige praktische
Erfahrungen zum Thema Biogaseinspeisung und konkrete rechtliche Hemmnisse bzw. drängende Rechtsfragen diskutieren.
Hierauf aufbauend erfolgt in einem zweiten Schritt eine eingehende Untersuchung der identifizierten, dringendsten
Rechtsfragen im Spannungsfeld der unterschiedlichen Interessenslagen. Anschließend werden die gewonnenen
Erkenntnisse zusammengeführt und konkrete Vorschläge hinsichtlich des rechtsnormativen und
vollzugsorientierten Anpassungsbedarfs zur Genehmigung von Anlagen zur Gaserzeugung und Biomethaneinspeisung skizziert.
Diese werden im Rahmen eines zweiten Workshops mit Rechtsexperten und Marktakteuren einem interessierten Publikum
präsentiert, um so eine kritische Auseinandersetzung mit den Vorschlägen zu ermöglichen. Die Ergebnisse
des zweiten Workshops dienen einer abschließenden Justierung sowie der Sicherung einer hohen praktischen Relevanz
der Ergebnisse dieses Arbeitspaktes.
Das GIS ist das zentrale Instrument für die Planung und Analyse
der flächenscharfen Ertragsabschätzung und Potenzialermittlung,
der Biomassetransportlogistik,
einer nachhaltigen Flächennutzung,
der Standortfindung bzw. -optimierung für Anlagen zur Biogaserzeugung sowie
der Biogaseinspeisung.
Ein zentrales Teilergebnis des Projekts ist die Entwicklung einer Geodatenbank mit einem umfangreichen Fundus an
(Geo-)Daten, nutzbar zur Analyse diverser Fragestellungen im Kontext der »Biogaseinspeisung«.
Zusätzlich werden, basierend auf etablierten GIS-Technologien, Werkzeuge zur Beantwortung der raumbezogenen
Fragestellungen konzipiert und entwickelt, wobei sowohl bei der Entwicklung der Werkzeuge als auch der Erfassung der
Grundlagendaten zwischen der Detailgenauigkeit der gewünschten Informationen und der Gewährleistung von
Übersichtlichkeit abzuwägen ist. Grundsätzlich ist ein modularer Aufbau der einzelnen Werkzeuge geplant.
Auf diese Weise werden eine schrittweise Einbindung der Daten und Funktionalitäten und eine kontinuierliche
Aktualisierung in Zukunft ermöglicht. So entsteht unter Anwendung zahlreicher GIS-Funktionalitäten,
Rekombination und Anpassung dieser, eine an die Thematik »Biogaseinspeisung« angepasste GIS- Applikation mit
spezifischen Werkzeugen (Menüs, Schaltflächen), insbesondere zur Geodatenverarbeitung und –analyse.
Im Einzelnen erfolgt nach Festlegung der Fragestellungen und Erstellung des Datenmodells die Erfassung der
Grundlagendaten entlang der Prozesskette zur Biogaseinspeisung. Zu den einzelnen Elementen der Kette werden (Geo-)Daten
ermittelt, aggregiert, strukturiert und in der Geodatenbank abgelegt. Beispielhaft sind land- und forstwirtschaftliche
Flächen zur Biomasseerzeugung, Straßennetzwerke zur Abbildung der Transporte, Anlagenstandorte sowie weitere
Flächen zur Lagerung, Konditionierung und Umwandlung der Biomasse in Biogas zu nennen. Genehmigungsrechtliche
Standortfragen werden über die Integration von Schutzgebietskulissen und ATKIS-Daten abgebildet. Zudem enthält
die Datenbank Informationen über technische Daten zu Anlagen in den Modellregionen und standardisierte
Technologiepfade einschließlich ihrer Kostenstrukturen für Anlagenplanungen (s. AP 2) und aktuelle
Informationen zu landwirtschaftlichen Erträgen für die Potenzialermittlung.
Mit der Integration dieser Daten in die Geodatenbank und Anwendung der entwickelten Werkzeuge wird die Analyse
realitätsnaher Szenarien, z. B. Erfassung des ökonomischen Biomassepotenzials zur Einspeisung,
durchführbar und ermöglicht es, den Beitrag der Biogaseinspeisung in den Modellregionen zum
Emissionsminderungspotenzial und somit zum Klimaschutz zu ermitteln. Ferner kann auf dieser Basis eine fundierte
Unterstützung bei der Standortfindung und –bewertung, Substratversorgung und Optimierung der
Biomassetransportlogistik erfolgen. Die Ergebnisse der Analysen werden letztlich unter Nutzung der kartographischen
Funktionalitäten des GIS in verständlichen, bildlichen Darstellungen visualisiert.
Nachdem in AP 6 für die Biogaserzeugung und -einspeisung relevante (Geo-)Daten gesammelt und aufbereitet sowie
Werkzeuge konzipiert und in das GIS implementiert wurden, werden sie in AP 7 auf die konkreten Begebenheiten in den
Modellregionen angewendet, um für diese Räume
das theoretische, technische und standortbezogene Biogaspotenzial,
die optimalen Standorte für Biogasanlagen (BGAs) und
potenzielle Gaseinspeisepunkte inkl. Anlagengröße und Einzugsradius
zu berechnen. Hierbei werden unterschiedliche Zielsetzungen (Szenarien) wie z. B. Beibehaltung des Status-Quo, maximale
Klimaschutzeffekte etc. zugrunde gelegt.
Zentraler Bestandteil der Arbeiten in AP7 ist eine Ermittlung von Standorten von Biogasanlagen, so dass sich für
die Region die maximale Substitution fossiler Energieträger ableiten lässt. Auf diese Weise kann eine
ganzheitliche Betrachtung der Biomassepotenziale zur Substitution fossiler Brennstoffe erfolgen und der resultierende
Beitrag zum Klimaschutz einer Region errechnet werden.
Ferner liefert AP7 Grundlagendaten für die Arbeitspakete 8 und 9, um eine Übertragung der Erkenntnisse auf
Deutschland und eine Interpretation und Analyse des gesamtdeutschen Klimaschutzpotenzials zu ermöglichen.
Nachdem in den vorangegangenen Arbeitspaketen die Vorraussetzungen der Biogaserzeugung und -einspeisung in den
Modellregionen ermittelt worden sind, folgt in AP8 die Auswertung der Ergebnisse. Der Fokus liegt dabei auf dem
möglichen Beitrag zum Klimaschutz, der geleistet werden kann. Folgende Fragen sollen beantwortet werden:
Wie kann durch den Einsatz von Biomethan die größtmögliche Treibhausgasminderung erzielt werden:
durch dezentrale Stromerzeugung, oder über den Weg der Einspeisung zur Strom-, Wärme- oder
Kraftstoffbereitstellung?
Welche der möglichen Anwendungen für Biomethan sind aus gaswirtschaftlicher Sicht sinnvoll? Wie kann
Biomethan am besten in die bestehenden Gasnetze integriert werden?
Kann durch Biomethan der höchste Beitrag zum Klimaschutz erreicht werden, oder bieten alternative Nutzungen von
Biomasse bessere Treibhausgasminderungen?
Um den Einsatz von Biomethan sowohl energetisch und ökologisch, als auch (sozio-)ökonomisch bewerten zu
können, müssen die Randbedingungen beachtet werden, die durch das deutsche Energiesystem vorgegeben sind. Die
verschiedenen Biomassenutzungspfade werden daher mithilfe von Szenarienbildung im größeren Rahmen des
Gesamtsystems und im dynamischen Zeitverlauf betrachtet.
Im Arbeitspaket 9 wird die Betrachtungsebene auf ganz Deutschland ausgeweitet. Durch die genaue Untersuchung, die einen
starken Raumbezug ermöglicht, werden in den Arbeitspaketen 1 bis 7 für die beiden Modellregionen neue
Erkenntnisse in Bezug auf die räumlich verteilten Potentiale der Produktion von Biomasse, die Limitierung von
Transportwegen und die sich daraus ergebenden Restriktionen für die Anlagenstandorte sowie die gastechnischen
Anforderungen an Netzdynamik und Einspeiseoptimierung erarbeitet.
Aus den beiden Modellregionen werden raumbezogene Cluster abgeleitet, die eine Übertragung dieser Erkenntnisse auf
die bundesweite Ebene erlauben. Die Ergebnisse der vorigen Arbeitspakete und die resultierenden bundesweiten Effekte
werden dann auf mehreren Ebenen bewertet:
Ökologisch unter Einbeziehung von Klima- und Naturschutzaspekten
Sozioökonomisch und regionalwirtschaftlich und
Technologie- und industriepolitisch
Somit können strategische Handlungsempfehlungen für den weiteren Ausbau der Biomethanerzeugung und
insbesondere der Einspeisung gegeben werden, die in der Erarbeitung einer Biogas-Strategie für Deutschland
münden.
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